Krankenhäuser und Krankenhausdienstleister

Hygiene-Trennwandmaschinen zur Mopp-Pflege erfolgreich eingeführt

Hygiene-Trennwandmaschinen werden eingesetzt, um als „Krankenhauswäsche“ eingestuftes Waschgut desinfizierend durch Trennung in reine und unreine Seite zu waschen. Bisher ist der Feuchtwischbezug als Waschgut „Krankenhauswäsche“ gemäß nicht eingestuft, weil er nicht unmittelbar Kontakt zum Patienten hat. Der stetige Anstieg von in Krankenhäusern und Pflegeheimen sich ausbreitenden Infektionen (> 5 Personen) führt zu höheren Anforderungen an die Hygiene. In diesem Zusammenhang wird zunehmend auch einer höheren Verfahrenssicherheit bei der Pflege von Feuchtwischbezügen Aufmerksamkeit geschenkt. Während bisher nach dem desinfizierenden Waschen das Aufbewahren der Feuchtwischbezüge in Desinfektionslösungen oder das Trocknen Vorrang hatte, wächst zunehmend die Erkenntnis, dass nur durch eine räumliche Trennung der ungewaschenen infektionsverdächtigen Feuchtwischbezüge von den gewaschenen und desinfizierten eine hohe Hygienesicherheit gewährleisten werden kann. Dies ist jedoch nur über Hygiene-Trennwandmaschinen möglich. Diese Maschinen stehen in einer Trennwand zwischen zwei Räumen und haben eine Be- und Entladeöffnung.

Die RSC-Dienstleistungsgesellschaft Neuruppin und die Firma CCB-Wäschereisysteme GmbH haben deshalb nach Lösungen gesucht, um sonstige Krankenhauswäsche wie

  • Leibwäsche Psychiatrie
  • Betten, Kissen
  • Rettungsanzüge, Westen
  • Gardinen und Stores
  • Küchenwäsche
  • Tischwäsche
  • Thrombosestrümpfe
  • Decken
  • Dekubitusunterlagen und Feuchtwischbezüge (täglich ca. 4.000)

in einer Wäscherei im Krankenhaus gemeinsam zu pflegen. Diese Wäschearten sind oft nicht Bestandteil der Dienstleistungsverträge für Flachwäsche und Kittel mit den Wäschereien. Gerade diese sonstige Krankenhauswäsche ist aber Ursache für erhebliche Kosten, die den Krankenhäusern bei der Fremdvergabe entstehen und ermöglichen somit den Dienstleistern gute Ertragsmöglichkeiten. Die Aufgabenstellung bestand nun darin, die infektionsverdächtige Wäsche und Feuchtwischbezüge in einer Wäscherei zu pflegen und dennoch in getrennten Maschinen zu waschen und getrennt zu lagern. Die Maschinenkonfiguration wurde mit 6 Stück Primus-Trennwandmaschinen á 44 kg davon 3 Stück für Feuchtwischbezüge und 3 Stück für sonstige Krankenhauswäsche gewählt. Die Anordnung der Maschinen für die sonstige Krankenhauswäsche erfolgte so, dass Krankenhauswäsche und Feuchtwischbezüge auf einer gemeinsamen „unreinen Seite“ angeliefert und nach der Desinfektionswäsche in räumlich getrennten „reinen Seiten“ gepflegt werden.

Durch die keimarme Raumluft auf der reinen Seite erhöhen sich die Standzeiten der Feuchtwischbezüge erheblich. Die Dosierung erfolgt über Flüssigprodukte, die eine personenunabhängige genaue chemothermische Desinfektion ermöglichen. Die Waschergebnisse (Prozessparameter) werden über eine spezielle Software auf dem Rechner gespeichert und sichern somit nachweisbare Produktsicherheit, Energie- und Arbeitsprozessoptimierung. Den Forderungen des Qualitätssicherungssystems RABC (Risk, Analysis, Biocontamination und Control) wird hiermit u. E. erstmals in Deutschland auch für Feuchtwischbezüge Rechnung getragen.

Dies sehen wir als eine zukunftsweisende Lösung auch aus folgenden Gründen:

  • größeres Dienstleistungsvolumen für die Servicegesellschaft innerhalb des Krankenhauses bei höheren Erträgen
  • Gewährleistung eines höheren Hygiene-Qualitätsniveaus insbesondere für die Feuchtwischbezüge
  • schnelle Verfügbarkeit der sonstigen Krankenhauswäsche
  • längerfristige Bindung der Reinigungsverträge durch höhere Investitionen durchsetzbar
  • beweisfähiger Nachweis der Desinfektionswaschverfahren durch Validierung der Waschprozesse
  • Senkung der Kosten für die Pflege der Feuchtwischbezüge durch Einsparung von Desinfektionsmittel und Trocknerkosten